Film und Fernsehen 2019

Mit 964 Serienfolgen und 57 Filmen, die zusammen auf 734 Stunden (630 + 104) Spielzeit kommen, hab ich dieses Jahr so wenig bewegte Bilder gesehen wie seit vermutlich über zehn Jahren nicht mehr. Hier alle drei Werte im Vergleich mit den fünf vorigen Jahren:

Mein Film- und Serienkonsum 2014 bis 2019

Das war eine bewusste Entscheidung, weil mir meine Zeit zunehmend zu schade für die – so zumindest meine Empfindung – zunehmend schlechter werdenden Filme und Serien geworden ist. Ich rechne damit, dass es im kommenden Jahr noch weniger wird, da grade bei den Serien einiges dabei war, das ich nur der Vollständigkeit halber beendet habe, und ich neuen Serien nur noch in Ausnahmefällen eine Chance gebe, bevor nicht zumindest mehrere Staffeln – oder am Besten die ganze Serie – abgedreht sind und entsprechend gute Kritiken hat.

Spoilerwarnung für alle genannten Titel.

Filme

Erstmal nur die 2019 erschienenen Filme, weiter unten dann was schon älter ist, aber ich erst dieses Jahr gesehen (oder nochmal angeschaut) habe.

  • El Camino: A Breaking Bad Movie (9/10)
    “Mehr Breaking Bad” ist alles, was ich mir hier erwartet hatte, und das hab ich bekommen. Eine Epilog-Episode für die Serie, die nicht nötig gewesen wäre und sich trotzdem so anfühlt als wäre sie schon immer da gewesen – Respekt, Vince Gilligan.

  • Avengers: Endgame (8/10)
    Habe nicht damit gerechnet, dass so ein runder Abschluss draus wird. Bombastisch und unterhaltsam, aller Marvel-Fatigue zum Trotz.

  • Captain Marvel (8/10)
    Ich tippe diese Zeilen, während “Just a Girl” von “No Doubt” läuft, dank des Soundtracks. Das zeitlich andere Setting und die dadurch stärkere Einbindung von Coulson und Fury haben diesen Film über das Durchschnittsniveau der letzten Marvel-Jahre katapultiert.

  • Shazam! (8/10)
    Zachary Levi hat wegen Chuck bei mir immer noch viele Steine im Brett und mich auch hier nicht enttäuscht. Der Audio-Gag kurz vor der finalen Konfrontation war ein absolutes Highlight.

  • Joker (8/10)
    Sehr intensiv und bedrückend. Vermutlich wäre er mir ohne Joker-Branding noch lieber gewesen, dann hätten auch die grenzwertig konstruierten Wayne-Referenzen nicht gestört. Trotz der saudummen Aussagen des Regisseurs aber ein überraschend guter Film. Ein Detail, das mir besonders im Kopf geblieben ist, sind die erfrischend “anders” aussehenden Einstellungen von New York, die hier für den Grossstadt-Look von Gotham genutzt wurden. Ich habe danach recherchiert, weil ich wirklich nicht sicher war, ob es nicht vielleicht doch andere Drehorte gab, aber es waren wohl wirklich nur seltener genutzte Stadtteile.

  • Us (8/10)
    Puh, hart an meiner Horror-Schmerzgrenze. Aber so gut. Ganz anders als “Get Out”, aber Peeles Handschrift ist trotzdem spürbar. Bin schon sehr gespannt, was er als nächstes macht.

  • Glass (7/10)

  • Star Wars: The Rise of Skywalker (6/10)
    Die Tatsache, dass dieser Film erst in der Mitte der Liste auftaucht, sagt eigentlich schon alles. Das Ende einer Trilogie, die nicht entstanden ist, weil jemand eine Geschichte erzählen wollte, sondern weil jemand Filmrechte gekauft hat. Ich finde keine passenden Worte, um meinen Hass auf Disney und wofür es steht – weit über diesen einen Film hinaus – zu artikulieren. Gut gespielt, wunderschöne Bilder, und feuchte Augen hatte ich auch. Kein schlechter Film. Trotzdem überflüssig wie ein Kropf, und das tut weh.

  • John Wick: Chapter 3 - Parabellum (6/10)

  • Long Shot (6/10)

  • Deadwood: The Movie (6/10)

  • The Lego Movie 2: The Second Part (6/10)
    Nicht schlecht, aber enttäuschend im Gegensatz zum ersten Teil, der mit seinem “Twist” erstaunlich viel “Tiefgang” hatte.

  • Toy Story 4 (6/10)

  • Men in Black: International (5/10)
    Der unnützere Teil 4 dieses Jahres. Schade, der Cast wäre unheimlich vielversprechend gewesen.

  • Spider-Man: Far from Home (5/10)
    Selbst Schuld, wenn man nach “Into the Spider-Verse” noch einen Spider-Man-Film bringt. Ich hätte Tom Hollands Inkarnation aber generell keine Träne nachgeweint.

  • Ad Astra (5/10)

  • Angel Has Fallen (5/10)

  • Zombieland: Double Tap (5/10)

  • The Hustle (4/10)

  • Aladdin (3/10)

  • Pokémon Detective Pikachu (3/10)
    Man ist besser beraten, die “geleakte” Version zu schauen als den eigentlichen Film. Und noch besser einfach den Sketch von Kay & Peele.

  • Godzilla: King of the Monsters (3/10)


Ältere Filme, die ich 2019 gesehen habe (Rewatches sind kursiv):


Lustigerweise genau zwei Standup-Specials aus 2019 geschaut, die gegensätzlicher nicht sein könnten.

  • Dave Chappelle: Sticks & Stones (2/10)
    Witze drüber, was man nicht mehr für Witze machen darf. Seufz. Der Dieter Nuhr von Netflix. Absolut erbärmlich, aber was soll man schon von jemandem erwarten, der es edgy findet, sich über Rauchverbote in Arbeitsschutzgesetzen hinwegzusetzen. Helmut Schmidt gefällt das.

  • Seth Meyers: Lobby Baby (8/10)
    Mit seinem “A Closer Look”-Segment ist Seth Meyers meiner Meinung nach einer der wichtigsten Regime-Kritiker in den Staaten und füllt genau das Loch, das Jon Stewart hinterlassen hatte. In seinem Special geht es zum Glück nicht nur um diese depressiv machenden Themen, und es war eines der wenigen Dinge dieses Jahr, die es geschafft haben, mir eine Stunde gute Laune zu machen.

  • Trevor Noah: Son of Patricia (2018) (7/10)
    Immer noch sehr schade, dass Noah so viel besser als Standup Comedian funktioniert als hinter dem Tisch bei der Daily Show.


Und ein paar Kurzfilme natürlich auch wieder:

Serien

Bei Serien vergebe ich keine Punktewertung. Sortierung nach Staffelzahl, so dass ältere Serien oben landen, mit Ausnahmen bei Gruppierung.

Letzte Staffel in 2019 erschienen und gesehen

  • The Big Bang Theory, S12
    Good riddance. Auch wenn die letzte Folge ein schöner Abschied war, er kam zehn Jahre zu spät.
  • Game of Thrones, S08
    Das einzig gute war, dass endlich mehr Leute akzeptiert haben, was für ein dampfender Haufen Scheiße diese Serie geworden war. Zu meiner Aussage “GZSZ mit mehr Budget” schon zu Zeiten um ca. Staffel 5 herum stehe ich nach wie vor. Die Serie konnte von Anfang an nie mit den Büchern mithalten, nicht mal ansatzweise, nicht mal während der ersten Staffel. Sie war eine Weile lang dennoch sehenswert, aber in den letzten Jahren hat es sich nur noch der Memes wegen gelohnt.
  • Orange Is the New Black, S07
    Endlich vorbei. Mindestens fünf Staffeln zu lang (und das auf Netflix!), ohne Jimbo war die Luft raus.
  • Veep, S07
    Exzellent von vorne bis hinten, sehr sehenswert.
  • Silicon Valley, S06
    Hatte mich anfangs nicht so überzeugt, aber hat sich noch gefangen. Schöner Abschluss. Not Hotdog!
  • Marvel’s Jessica Jones, S03 Zwar für mich die beste der Netflix-Marvel-Shows (nicht mit großem Abstand, insgesamt alles auf dem Standard-Netflix-Weichspüler-Niveau), aber ich bin mittlerweile froh um jedes Stück weniger Aufmerksamkeitsmagnet von Marvel im Leben.
  • Broad City, S05
    Die finale Staffel hat nochmal deutlich unterstrichen, wie gut dieses Team sein kann. Einzelne Folgen spielen sogar mit den Grenzen des Mediums.
  • The Affair, S05
    Vermutlich die Serie mit dem krassesten “Qualität/Bekanntheitsgrad”-Quotienten. Fast niemand, mit dem ich spreche, kennt diese Serie, und sie ist eine der besten Shows der vergangenen Jahre. Vermutlich sogar die beste character-driven show seit Breaking Bad. (Bonus-Salz: Die beste Serie mit Dominic West.) Und auch das Serienfinale war eines der wunderbarsten überhaupt. Ich muss nur kurz zurückdenken und bekomme schon wieder feuchte Augen.
  • Ballers, S05
    Würdiger Abschluss, der aber auch schon früher hätte kommen dürfen.
  • You’re the Worst, S05
    Vor der fünften Staffel war ich traurig, dass es die letzte sein wird, nach der fünften Staffel war mir klar, dass es so schon fast zu lang geworden ist. Aber insgesamt ein schönes Ende für eine schöne Serie.
  • Mr. Robot, S04
    Harter Stoff. Die Serie war mir Jahr für Jahr eigentlich zu konfus und wirr, immer anstrengend zu folgen. Und irgendwie doch zu fesselnd. Der Twist zum Ende war hervorragend gemacht, und vermutlich werde ich mir die Serie in einigen Jahren nochmal am Stück anschauen, um mit diesem Blickwinkel darauf sehen zu können.
  • The Detour, S04
    Noch ein Juwel, das kaum jemandem bekannt ist. Die witzigste Serie seit langem, eine der ganz wenigen die mich regelmäßig lauthals auflachen hat lassen. Runde Geschichte in vier Staffeln, nicht zu viel und nicht zu wenig – top!
  • Veronica Mars, S04
    What the fuck was that ending. Die Staffel kam natürlich nicht an die alten ran, aber war auch nicht schlecht. Aber das Ende schmerzt immer noch. Uff. Ich hoffe, da kommt doch irgendwann nochmal was.
  • Legion, S03
    Ganz klar die beste Marvel-Serie, vermutlich weil sie ein wenig außerhalb des großen MCU existiert.
  • Easy, S03
    War ein interessantes Konzept mit den zusammenhangslosen Folgen, in der letzten Staffel jetzt dann aber doch mit ein paar sich schließenden Bögen. Generell eine recht schöne Feel-Good-Serie.
  • A Series of Unfortunate Events, S03
    Hat sich wie ein misslungener Abklatsch von Wes Anderson angefühlt. Ich weiß, die Buchvorlage ist was ganz eigenes, aber die kenne ich nicht und die Serie war… seltsam.
  • The Tick, S02
    Hätte ich vermutlich abgebrochen, wenn sie nicht eh eingestellt worden wäre, nicht mein Ding.

Aktuellste Staffel in 2019 erschienen und gesehen

  • South Park, S23
    Wie schon seit einigen Jahren recht durchwachsen, Parker und Stone treten wesentlich zu oft nach unten statt nach oben. Teilweise noch witzig, aber oft nur schwer zu ertragen.
  • It’s Always Sunny in Philadelphia, S14
    Grandiose Staffel, die Folge im beim Löwen sehen, äh nein, bei den Seelöwen… war absolut fantastisch.
  • Archer, S10
    Nach wie vor sehr unterhaltsam. Bin gespannt, wie es nun weitergeht, wenn der Handlungsstrang abgeschlossen ist, mit dem sie sich jetzt so viele Staffeln lang kreativen Raum geschaffen hatten.
  • Modern Family, S10
    Die wievielte “diesmal wirklich letzte” Staffel läuft jetzt gerade? Seit der Treppenwitz nicht mehr regelmäßig vorkommt, ging es schon bergab, mittlerweile mindestens fünf Jahre über dem Ablaufdatum – wenn auch bisweilen immer noch nett anzusehen.
  • Brooklyn Nine-Nine, S06
    NINE-NINE! Auch Andy Samberg und Company halten das Niveau erstaunlich gut. Hat zwar teilweise schon Längen, aber insgesamt nach wie vor sehr unterhaltsam – wäre über das zwischenzeitlich im Raum stehende Ende zwar traurig gewesen, aber bin nicht sicher, wie viel länger die Serie noch funktionieren kann.
  • Ray Donovan, S06
    Wenn ich gewusst hätte, wie unglaublich lang die Serie sich hält, nachdem sie nicht mehr viel Interessantes zu erzählen hat, hätte ich sie nie angefangen. Aber schlecht genug zum Droppen war sie bisher auch nicht. Seufz.
  • Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D., S06
    Als großer Coulson-Fan mag ich die Sendung nach wie vor, auch wenn sie mindestens 50% zu langatmig ist. In all dem Geschwurbel stecken wirklich schöne Momente und gute Charaktere, aber ich bin froh, dass es im kommenden Jahr endlich ein Ende findet.
  • Black Mirror, S05
    Gut, aber nach wie vor kein Vergleich zu den Folgen vor Netflix.
  • Vikings, S05
    Macht auch schon seit einigen Jahren nicht mehr so viel Spaß wie zu Beginn. Kaum noch Bezug zu den Charakteren, nur noch schöne Bilder und die Erinnerung an eine Show, die mal ziemlich gut war. Ich denke, hier werde ich ab jetzt lieber abwarten, bis die Serie komplett abgedreht ist und das dann mal am Stück schauen, eventuell funktioniert es dann besser.
  • Luther, S05
    Ich bin immer noch salzig, dass Elba nicht Bond ist. Getting more Luther is the next best thing, though.
  • Arrested Development, S05
    Auch die zweite Netflix-Staffel ist sehr eigen und anders. Ich fand die vierte Staffel gar nicht so schlecht wie viele, aber die aktuelle war auf jeden Fall gut. Wird aber mal Zeit für einen Classic-Rewatch.
  • Bosch, S05
    Verrückt, dass das mittlerweile auch schon fünf Staffeln sind – fühlt sich noch jünger an. Bislang keine merklichen Schwächen.
  • Billions, S04
    Immer noch unterhaltsam, auch wenn die Story teilweise etwas durchwachsen ist und das Ganze hauptsächlich von den starken Darstellern getragen wird.
  • The Good Place, S03
    Aktuell läuft ja schon die vierte und letzte Staffel, ich hab bisher nur die dritte gesehen, die im Januar fertig ausgestrahlt war. Die Serie hält ihr Niveau und bleibt ein Höhepunkt der letzten Jahre.
  • Sneaky Pete, S03
    Hätte nach Staffel 1 schon aufhören sollen, sehr anstrengend mittlerweile.
  • Jerks, S03
    Die Serie wird mit jeder Staffel besser.
  • Stranger Things, S03
    Nach wie vor so hoffnungslos überbewertet, dass es meine Meinung über Netflix-Fans negativ beeinflusst.
  • GLOW, S03
    Meh… nicht schlecht, aber es reicht langsam. Hab glaub ich erstmal genug Maron gehabt, Mitte des Jahres irgendwann ist auch der WTF Podcast rausgeflogen.
  • Goliath, S03
    Absolut verrückte Staffel, aber nicht negativ gemeint.
  • The Handmaid’s Tale, S03
    Seufz, nach der starken ersten Staffel ist es schon in der zweiten Staffel mehr und mehr torture porn geworden. Die Serie wirft ihr ganzes Kapital der ersten Staffel aus dem Fenster, wenn jetzt auf einmal der Fokus auf die Bösewichte und deren traurige Kindheit gelegt wird, weil man nicht weiß wie die Zeit sonst zu füllen ist und man den Hit noch nicht aufgeben will. Zum Ende der aktuellen Staffel bewegt sich die Handlung aber zumindest mal ein bisschen weiter.
  • Dark, S02
    Immer noch stark, obwohl spürbar Deutsch. Ich habe meine Zweifel daran, ob es nach der dritten und letzten Staffel insgesamt ein rundes Paket sein wird, aber zumindest bisher war die Reise sehr mitreißend.
  • Tom Clancy’s Jack Ryan, S02
    Nicht so gut wie die – überraschend überdurchschnittlich gute – erste Staffel, aber Krasinski gefällt mir nach wie vor in der Rolle.
  • Mindhunter, S02
    Bei weitem nicht so gut wie die erste Staffel, aber noch sehenswert.
  • Big Little Lies, S02
    Gut, aber nicht so gut wie Staffel 1.
  • A.P. Bio, S02
    Noch verrückter als die erste Staffel. Bin immer noch nicht ganz sicher, ob ich es überhaupt gut finde oder nicht.
  • Hanna, S01
    Ich hätte nicht gedacht, dass das als Show funktionieren kann, aber es funktioniert. Und war erstaunlich gut, bitte mehr davon!
  • Shrill, S01
    Nicht herausragend, aber gut – kurz und knackig.
  • Sex Education, S01
    Tja. War gut. Sehr gut.
  • Disenchantment, S01
    Oder eher Staffel 1,5? Das verstehe wer will. Die Show ist aber nach wie vor gut und mittlerweile mein heimlicher Groening-Favorit.
  • The Simpsons, S30
    Speaking of which… why won’t you just finally die.

Miniseries

  • Chernobyl
    Ja, war so gut wie alle sagen.
  • Watchmen
    Da hatte ich ja exzellentes Timing, das war mir gar nicht so bewusst als ich meine Lesetour gemacht hab. Die Serie war… interessant. Auf jeden Fall eine Empfehlung, auch wenn ich noch nicht sicher bin, ob ich sie sehr gut, gut oder “nur” interessant beurteilen würde.
  • Too Old to Die Young
    Fantastisch. Genau was ich mir unter “TV-Show von Nicolas Winding Refn” vorgestellt hatte. Auch auch wenn TOTDY vermutlich näher an “Only God Forgives” als an “Drive” ist und ich nur mit einem dieser Filme etwas anfangen konnte, war diese Serie absolut fesselnd. Und sogar so großartig, dass ich mir direkt “The Neon Demon” auf die Watchlist gesetzt habe, auf den ich nach “Only God Forgives” eigentlich keine Lust mehr hatte. Miles Teller spielt grandios.
  • The Spy
    Nicht schlecht, aber ich kann mich einfach selten für Inhalte zum Nahostkonflikt begeistern.
  • Escape at Dannemora (2018)
    Ziemlich gut, aber nicht herausragend.

Anthology Shows

  • True Detective, S03
    Staffel 2 war nicht schlecht. Ja, Staffel 1 war meilenweit besser. Staffel 3 ist besser als Staffel 2, Staffel 1 spielt immer noch in einer eigenen Liga. Trotzdem gerne mehr davon.
  • The Terror, S02
    Staffel 1 war einer meiner Überraschungshits 2018, diese neue Staffel war zum Davonlaufen. Auch nur aus OCD-Gründen fertig geschaut, wirklich absolut grauenvoll.

Dokus, Talk Shows, etc.

  • The Daily Show
    Habe ich schweren Herzens abgebrochen, Trevor Noah macht leider einfach nicht die Show, die ich sehen möchte.
  • Saturday Night Live
    Mittlerweile haben sich Michael Che und Colin Jost sehr gut gefunden und Weekend Update ist fast jedes Mal ein Highlight. Der Rest ist wie üblich nur sehenswert, wenn der Gast taugt.
  • Last Week Tonight with John Oliver
    Eine Woche ohne LWT ist eine traurige Woche.
  • Full Frontal with Samantha Bee
    Auch Sam und ihr Team entzücken mich mit jeder Ausgabe – wenn das Ende von Jon Stewarts Ära etwas Gutes hatte, dann ist es die Entstehung dieser Show.
  • Patriot Act with Hasan Minhaj
    Siehe oben.
  • Wyatt Cenac’s Problem Areas
    Gute Inhalte, aber mit seiner Art und seinem Humor werde ich nicht warm.
  • Klepper
    Als einen der besten neuen Corresponents hatte ich mir viel von “The Opposition” versprochen, konnte damit aber gar nichts anfangen. “Klepper” hingegen war wie eine Serie von Correspondent Pieces, genau richtig.
  • Comedians in Cars Getting Coffee
    Absolut unerträglich, aber habe nun schon zu viel davon gesehen um es fallen zu lassen. Macht die Person Seinfeld so unsympathisch, dass ich nicht sicher bin, ob ich die Serie jemals wieder anschauen können werde.
  • My Next Guest Needs No Introduction With David Letterman
    Wäre als Podcast besser, aber mit Casper-Ads macht man wohl nicht so viel Geld wie bei Netflix.
  • Explained
    Oft interessant, allerdings ist es wie bei VOX selbst bisweilen etwas befremdlich, wie der Imperialismus der USA unhinterfragt als völlig normal akzeptiert wird.
  • The Weekly
  • Planet Earth II
    Wunderschön, auch wenn ich es nicht in 4K und HDR genießen konnte.
  • The Case Against Adnan Syed
    Fand ich ziemlich unnötig. Aber sehr meta, vielleicht gibt es auch einen Podcast über die Entstehung der Serie zum Podcast?
  • The Grand Tour
    Könnte auch oben bei den letzten Staffeln 2019 stehen, ab jetzt soll es ja nur noch Specials geben. Ich bin nach dem Debakel-Ende bei der BBC allerdings auch nie wieder wirklich damit warm geworden. Die offenbar unendliche Arschlochigkeit von Jeremy Clarkson kann ich nicht weit genug wegschieben, um noch Spaß daran zu haben – vor allem dann nicht, wenn er seine reaktionären Ansichten von einer Plattform aus verbreitet, die ihm eine der mächtigsten und bösartigsten Entitäten auf diesem kaputten Planeten zur Verfügung stellt, um mehr Menschen an sich zu fesseln.
  • Carpool Karaoke
    Regelrecht beeindruckend, wie absolut miserabel Apple mit Content ist. Muss man erst mal schaffen, etwas so positives, fröhlich und authentisch wirkendes zu nehmen und in ein derart klinisch durchkommerzialisiertes Etwas zu verwandeln, das man vor Fremdscham kaum mehr anschauen kann.

Ältere Shows, die ich in 2019 am Stück geschaut habe

  • Deadwood
    Völliger Wahnsinn, diese Serie in einem Atemzug mit den Sopranos zu nennen. Nichtmal ansatzweise auf demselben Niveau. Nicht schlecht, aber nicht herausragend.
  • The Fall
    Ziemlich fesselnd, aber nicht ganz so gut wie ich gehofft hatte. Lieber “The Killing” stattdessen schauen.
  • Orphan Black
    Ich weiß nicht mehr, wer/wo mir das empfohlen hat/wurde, aber das ist auch gut so. Absoluter Schrott. Hätte ich nicht ein paar Tage lang Berieselung nebenbei gebrauchen können als ich mich mit Erkältung geplagt primär auf Minecraft konzentriert habe, hätte ich es nie im Leben abgeschlossen.

Shows, die ich 2019 ausprobiert und wieder abgebrochen habe

  • Santa Clarita Diet
    Ich dachte, mit der Besetzung könnte wenig schiefgehen. Falsch gedacht. Aber ich hasse Zombies vermutlich einfach zu sehr.
  • Der Tatortreiniger
    Nicht meine Tasse von Tee.

Mal kurz durchgezählt: Es sind 18 Serien zu Ende gegangen, eine hab ich selbst abgebrochen, dem stehen nur vier geschaute erste Staffeln gegenüber, ich gehe also mit 15 Serien weniger “Gepäck” ins nächste Jahr. Bin gespannt, was das kommende Jahr bringt (WESTWORLD!!11elf), vielleicht überwinde ich meinen Selbsthass endlich so weit, dass ich auch aufhöre, die Simpsons zu schauen?